Unna: Existenzangst bei der Belegschaft

Schaeffler-Betriebsrat informiert die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über aktuelle Situation am Standort. Das Werk firmierte bis zur Umbenennung als LuK Unna und ist stark mit unserem Bühler Werk verflochten.

Die Ankündigung des Schaeffler-Vorstands, ein Restrukturierungsprogramm im Automotive OEM-Bereich durchzuführen, hat in Unna für starke Verunsicherung gesorgt. 700 Arbeitsplätze sollen alleine in Deutschland abgebaut werden, weitere 200 im restlichen Europa.

Fünf Schaeffler-Standorte mit unter 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern stehen auf dem Prüfstand, verkündete der Vorstandsvorsitzende Klaus Rosenfeld in einem aktuellen Interview mit dem Handelsblatt. Da ist es nicht verwunderlich, dass auch am Standort Unna mit weniger als 200 Beschäftigten viele nun um ihre Zukunft bangen.

Der Betriebsrat wurde deshalb aktiv und hat am heutigen Freitag mit Unterstützung der IG Metall eine Mitarbeiterinformation abgehalten. In dieser Betriebsrats-Infoveranstaltung am Standort Unna konnten die Beschäftigten auch mittels eines Stimmungsbarometers ihre Meinung kundtun.

Der Betriebsratsvorsitzende erklärt dazu: „Das Ergebnis ist eindeutig: Bei den meisten Kolleginnen und Kollegen herrscht blanke Existenzangst. Wir haben viel positiven Zuspruch für unsere Initiative bekommen und fordern vom Vorstand: Keine Standortschließung! Keine betriebsbedingten Kündigungen! Stärkung des Standortes Unna!“

Dieser Artikel ist in den Schaeffler-Nachrichten der IG Metall erschienen