35-Stunden Woche

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1990 erzielten die Tarifparteien in der Metall- und Druckindustrie eine Einigung hinsichtlich der schrittweisen Einführung der 35-Stunden-Woche bis 1995. Seit 1995 ist sie in der tarifgebundenen westdeutschen Metallindustrie, tarifvertraglich auch in Stahl-, Elektro-, Druck- sowie holz- und papierverarbeitenden Industrie vereinbart.

Bei einer Reduzierung der Wochenarbeitszeit ist auf die Formulierung zu achten: „Bei vollem Lohnausgleich“ bedeutet beispielsweise, dass der Stundenlohn in dem Mass steigt wie die Arbeitszeit reduziert wird. „Entgeltwirksam“ hingegen bedeutet eine Absenkung des Monatslohnes im Verhältnis zur Stundenreduktion.

Die Umstellung auf eine 35h-Woche muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass keine zuschlagspflichtigen Überstunden mehr anfallen können.

Eine Reduzierung kann Arbeitsplätze sichern, jedoch muss darauf geachtet werden, dass einzelne Mitarbeiter oder ganze Abteilungen nicht überlastet werden. Hier ist der Betriebsrat auch auf Feedback der Mitarbeiter angewiesen.

Ist man durch eine Absatzkrise zu einer Stundenabsenkung von einer höheren Wochenarbeitszeit ausgehend gezwungen, kann eine nicht nur für den Arbeitnehmer interessantere Alternative die sogenannte Kurzarbeit sein. Hier werden ausgefallene Arbeitsstunden anteilig vergütet.

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