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Aktionstag gegen Stellenabbau in Stuttgart

Stuttgart. „Jobabbau? Zukunftsklau? Halbschlau!“ Unter diesem Motto ruft die IG Metall am 22. November ab 15 Uhr in Stuttgart zu einem Baden-Württemberg-weiten Aktionstag gegen die angekündigten Stellenstreichungen und Sparprogramme in der Automobil- und Zuliefererindustrie und für einen fairen Wandel der Arbeitswelt auf.

Roman Zitzelsberger

Roman Zitzelsberger, Bezirksleiter IG Metall Baden-Württemberg: „Zurzeit herrscht die Stunde der Optimierer. Anstatt gemeinsam mit ihren Beschäftigten Perspektiven für eine gute und ökologische Zukunft und sichere Arbeitsplätze zu entwickeln, setzen etliche Unternehmen vorrangig auf Profitmaximierung. Nahezu täglich werden neue Sparprogramme und Stellenstreichungen bekannt – häufig unter dem Deckmantel des technologischen Wandels. Mit einem fairen Wandel hat das nichts zu tun und deshalb gehen wir am 22. November auf die Straße.“

Die Kundgebung beginnt um 15 Uhr auf dem Stuttgarter Schlossplatz und dauert rund anderthalb Stunden. Neben Roman Zitzelsberger sprechen Betriebsräte von Daimler, Bosch, Conti und Progress-Werk Oberkirch, fürs Rahmenprogramm sorgt die Band Campus. Die mehr als 10.000 erwarteten Teilnehmerinnen und Teilnehmer reisen in über 150 Bussen an, mehrere Tausend Beschäftigte aus Stuttgart und Umgebung kommen mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Die Beschäftigten von Bosch Bühl, als auch unserer Schaeffler Standorte Bühl und Lahr dürfen bei dieser Veranstaltung natürlich nicht fehlen. In Lahr wird die Abfahrt bereits um 11:30 Uhr erfolgen.

Vom Schaeffler Standort Bühl wird ein kostenloser Bustransfer zur Veranstaltung stattfinden. Abfahrt ist um 12:15 Uhr bei der Einfahrt/Pforte im Stammwerk. JETZT anmelden!

Aktion gegen prekäre Beschäftigung 2010

Damit die Transformation der Arbeitswelt fair, sozial und im Sinne einer nachhaltig ökologischen Zukunft der Industrie gelingt, sieht der IG Metall-Landeschef auch die Politik in der Pflicht: „Wir brauchen bessere und neue Arbeitsmarktinstrumente zur Sicherung und zum Erhalt der Beschäftigung und zur Qualifizierung der Menschen.“ Das können zum Beispiel Verbesserungen im Rahmen des Qualifizierungschancengesetzes ebenso wie weiterführende Regelungen zu Kurzarbeit sein, unter anderem das sogenannte Transformationskurzarbeitergeld.

Von den Arbeitgebern erwartet Zitzelsberger ein Bekenntnis zu den hiesigen Standorten in Form massiver Investitionen in neue Produkte, Geschäftsmodelle und die Qualifizierung der Beschäftigten. „Wir brauchen dringend belastbare Zusagen zum Thema Beschäftigungssicherung. Dies gilt für betriebliche Vereinbarungen und es kristallisiert sich immer mehr heraus, dass dies auch ein Thema in der Tarifrunde 2020 der Metall- und Elektroindustrie sein wird.“

Die technischen Herausforderungen der Transformation werden den Schaeffler Standort Bühl die kommenden Jahre in ganz besonderem Masse betreffen. Wir bitten euch – im eigenen Interesse – um rege Teilnahme!

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