Unsere Motivation

Wir versuchen durch unser Engagement aus einem guten Unternehmen ein noch besseres zu machen!

Gemeinsam können wir mehr bewegen als jeder für sich. Faire Arbeitsbedingungen sind uns wichtig. Dazu gehört Transparenz beim Entgelt und bei variablen Entgeltbestandteilen. Dazu gehört aber auch, dass Arbeit nicht krank machen darf. Das bedeutet eine Arbeitsorganisation, die auf die Gesundheit der Beschäftigten achtet. Genug Zeit für Familie und Freunde ist uns wichtig. Das gilt auch, wenn es um Schichtsysteme geht.

Wir leben nicht nur, um zu arbeiten. Wir wollen dafür sorgen, dass Vorschläge der Beschäftigten stärker wahrgenommen werden. Das Unternehmen soll lernen, besser zuzuhören. Wir setzen uns für langfristig sichere Arbeitsplätze ein. Den Wandel in der Automobilzulieferindustrie wollen wir im Interesse der Beschäftigten mit beeinflussen.

Nicht zuletzt möchten wir verlässliche und auf Augenhöhe zwischen Beschäftigten und Unternehmen ausgehandelte Entgelt- und Arbeitsbedingungen erreichen – also einen Tarifvertrag. Innerhalb von etwa 8 Jahren haben wir unser durchaus hoch gestecktes Ziel erreicht. Eine Anbindung an den Tarif wurde am 9. Oktober 2017 durch Veröffentlichung eines gemeinsamen Eckpunktepapiers angekündigt – jetzt geht es um die Ausgestaltung dieses Tarifvertrages. Die Mitglieder verleihen künftig den Forderungen der Tarifkommission den entsprechenden Nachdruck.

Das alles können wir gemeinsam schaffen. Wir stehen für eine Unternehmenskultur, in der es ganz normal ist, dass Beschäftigte ihre Interessen offen aussprechen und miteinander solidarisch sind. Nur wer sich selbst einbringt, kann erwarten, dass die eigenen Ideen Gehör finden. Wir zählen auf euch!


Gesetzlicher Rahmen

  • Die Unantastbarkeit der Menschenwürde (Art. 1 Abs. 1 GG) ist ein ebenso hohes wie ständig bedrohtes Gut der Arbeitnehmer. Potentielle Gefahr kann nicht nur von rücksichtslosen Vorgesetzten drohen, sondern auch von Mitarbeitern gegenüber Kollegen. Dies wird insbesondere in Mobbingfällen offensichtlich.
  • Das Grundrecht auf die freie Entfaltung der Persönlichkeit (Art. 2 Abs. 1 GG) findet seinen Niederschlag im § 75 Abs. 2 BetrVG. Diese Vorschrift fordert Arbeitgeber und Betriebsrat auf, die freie Entfaltung der Persönlichkeit der im Betrieb beschäftigten Arbeitnehmer zu schützen und zu fördern.
  • Das Grundrecht auf Leben und körperliche Unversehrtheit (Art. 2 Abs. 2 GG) verpflichtet den Betriebsrat, ständig ein waches Auge auf die Durchführung und Einhaltung der zur Verhütung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten sowie für den Gesundheitsschutz erlassenen Gesetze ( 87 Abs. 1 Nr. 7 BetrVG) und Verordnungen zu halten.
  • Der Grundsatz der Gleichbehandlung der Arbeitnehmer durch den Arbeitgeber ist begründet in dem Fundament unserer Rechtsordnung, wonach alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind (Art. 3 Abs. 1 GG).
  • Besondere Aufmerksamkeit des Betriebsrats fordert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Männern und Frauen (Art. 3 Abs. 2 GG), die für den Betriebsrat im § 80 Abs. 1 Nr. 2a BetrVG konkretisiert ist.
  • Die Verantwortung des Betriebsrats für die Überwachung des Verbots der Diskriminierung von Menschen u. a. wegen ihres Geschlechts, ihrer Herkunft und ihrer Anschauungen (Art. 3 Abs. 3 GG) wird für den Betriebsratsarbeit durch den § 75 Abs. 1 BetrVG erweitert und unterstrichen.
  • Das Grundrecht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten (Art. 5 Abs. 1 u. 3 GG) schützt vor allem die Arbeitnehmer vor Maßregelungen durch den Arbeitgeber. In der betrieblichen Praxis kommt dieses Grundrecht besonders auch im Rederecht in den Betriebsversammlungen zum Tragen (§45 S.2 BetrVG).
  • Die Koalitionsfreiheit (§ 9 Abs. 2 GG) schützt die Arbeitnehmer vor Nachteilen wegen ihrer Gewerkschaftszugehörigkeit und gewerkschaftlicher Betätigung.
  • Alle Deutschen haben das Recht, zur Wahrung und Förderung der Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen Vereinigungen zu bilden, dies ist für jedermann und für alle Berufe gewährleistet. Abreden, die dieses Recht einschränken oder zu behindern suchen, sind nichtig, hierauf gerichtete Maßnahmen sind rechtswidrig. Maßnahmen nach den Artikeln 12a, 35 Abs. 2 und 3, Artikel 87a Abs. 4 und Artikel 91 dürfen sich nicht gegen Arbeitskämpfe richten, die zur Wahrung und Förderung der Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen von Vereinigungen im Sinne des Satzes 1 geführt werden. (Art. 9 (3) GG).
  • Der Betriebsrat hat auch darauf zu achten, dass im Betrieb das Post-und Fernmeldegeheimnis nicht verletzt wird (Art. 10 GG). Dieses Verbot umfasst vor allem das unbefugte Mithören von Gesprächen, das Öffnen von Briefen und E-Mails. Rechtsgrundlagen für die Überwachungsaufgabe sind das Mitbestimmungsrecht des Betriebsrats bei der Einführung und Anwendung technischer Einrichtungen (§ 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG), das Postgesetz (PostG) sowie das Telekommunikationsgesetz (TKG).

Die Einhaltung dieser Gesetze ist weder selbstverständlich – noch bekommt man sie geschenkt. Arbeitnehmer und Führungskräfte tragen tagtäglich durch ihr aktives, soziales Engagement dazu bei…

Die Pflicht eines jeden Betriebsrates ist darüber zu wachen, dass die zugunsten der Arbeitnehmer geltenden Gesetze durchgeführt werden (§ 80 Abs. 1 Nr.1 BetrVG). Mitglieder, Aktive und Vertrauensleute unterstützen ihn dabei.